Gewalt

Der rechtsextremen Szene kommt eine besondere Bedeutung in Bezug auf Gewaltstraftaten zu. Denn Jugendliche befinden sich hier in einem Umfeld, welches Gewalt billigt und fördert. Liegt eine aggressive Grundhaltung vor, nehmen nach unseren Erfahrungen die Gewalttätigkeiten an Häufigkeit und Intensität zu. Aber auch Jugendliche, die vorher noch nicht durch aggressives Handeln auffällig waren, werden oft zu Zeugen und Mittätern und entwickeln möglicherweise auch selbst eine latente Gewaltbereitschaft. Häufig handelt es sich bei den meist vorurteilsbasierten Gewalttaten um Gruppendelikte, die sich mit einem feindseligen Charakter gegen Minderheiten richten. Da Gewalttäter wissen, dass sie eine sozial unerwünschte und von Strafe bedrohte Tat begehen wollen, müssen sie sich im Vorfeld vor sich selbst und auch vor anderen rechtfertigen. Dazu benutzen sie die so genannten 10 Ausreden.

 

1) Leute beschimpfen

2) Tat verharmlosen

3) Schuld auf andere schieben

4) Vergessen

5) Durchdrehen

6) Alkohol und Drogen

7) Falsche Freunde / Gruppenzwang

8) Schwere Kindheit

9) Fehlende Kontrolle durch Polizei und Lehrer

10) Langeweile

 

Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Aggressionen gegen die eigenen Angehörigen wenden. In diesem Fall ist es wichtig, deeskalierend zu handeln und sich Unterstützung zu holen.

 

In unserem Elternratgeber, Kapitel 9 „Mein Kind, ein Schläger" fassen wir die wichtigsten Informationen und Handlungsvorschläge in Bezug auf Gewalt zusammen.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der folgenden Seite:

 

www.trainingskurse.de